Schöne Bescherung! 28.12.2018
Mit einem Kurssturz von über 15% zwischen der Eröffnungs-Glocke am 3. Dezember und der Tages-Schlussglocke am Heiligabend verzeichnete die Börse dieses Jahr die schlechteste Vorweihnachtszeit seit 1931. „Schöne Bescherung“ mag sich da so manch einer gedacht und trotz wohlgeheizter Weihnachtsstube beim Gedanken an seine Aktienanlage kalte Füße bekommen haben.
Zwar haben wir im IAC seit 1998 schon deutlich größere Börsencrashs überstanden. Wie in jedem Crash warnen aber auch diesmal die Schwarzseher wieder, dass dieses Mal alles anders (schlimmer!) sei. Und da man diese Warnungen trotz aller Erfahrung nicht auf die leichte Schulter nehmen will, habe ich die Festtage genutzt, um jenseits der schreckeinflößenden Börsen-Schlagzeilen einen Blick auf die Fakten zu werfen. Die stellen sich wie folgt dar:
Der Dow Jones liegt Stand Heiligabend im laufenden Jahr mit etwas über 10% im Minus. Entsprechend haben sich die in ihm enthaltenen Aktien wie Apple, McDonald´s, Coca-Cola oder Microsoft verbilligt. Gleichzeitig sprudeln bei den US-Konzernen jedoch ordentlich die Kassen - nicht zuletzt auch dank Trump´s Steuerreform. Im Schnitt erwarten die US-Multis 2018 einen üppigen Gewinnanstieg von rund 20% gegenüber dem Vorjahr. Relativ zu ihrem somit gestiegenen Ertragswert haben sich US-Aktien damit fundamental sogar um rund 30% verbilligt. Derartige Bewertungsabschläge innerhalb eines Jahres sind schon eine Seltenheit. Geschuldet ist der aktuelle Abschlag dem Umstand, dass viele Börsianer angesichts Handelsstreit, Brexit, Zinsanstieg und Italo-Schulden für die Wirtschaft in 2019 schwarzsehen.
Und tatsächlich: Angesichts des mittlerweile seit acht Jahren andauernden Wirtschaftsauf-schwungs ist die nächste Rezession lediglich eine Frage der Zeit. Nur sind Rezessionen keine finanziellen Weltuntergänge, sondern lediglich Phasen, in denen die Wirtschaft mal nicht wächst, sondern kurzzeitig schrumpft. Derartige Phasen gab es seit der Gründung des Dow Jones Index 1884 bereits 28 mal, also im Schnitt alle 4,8 Jahre – und der Dow hat sie alle überstanden.
Zwar schrumpfen üblicherweise in einer Rezession auch die Unternehmensgewinne kurzzeitig. Aber gleich um 30%, wie es die fundamentale Verbilligung der Kurse derzeit einpreist? Das ist schon mehr als unwahrscheinlich. Vielmehr scheint es so, dass die Börsianer wieder einmal dazu neigen, zu übertreiben. Zu Beginn des Jahres noch kollektiv im "Goldilocks"-Rausch - der Freude über die beste aller Konjunkturwelten - haben jetzt die Pessimisten das Zepter übernommen. Doch schon wenn es in Sachen Konjunktur, Handelsstreit oder Brexit in 2019 etwas weniger schlimm kommt, als in den aktuellen Kursen eingepreist, weist die Börse erhebliches Aufholpotenzial auf. Wohl dem, der dann die aktuell niedrigen Kurse zum Einstieg genutzt hat.
Und wenn es doch anders kommt und die Kurse auch 2019 noch einmal fallen? Nun, unmöglich ist das natürlich nicht. Statistisch gesehen wäre es aber eine Seltenheit: Zwar schlossen deutsche Aktien in den vergangenen 50 Jahren 11 Jahre im Verlust ab. Nur ein einziges Mal folgten dabei aber gleich mehrere Verlustjahre aufeinander: beim Platzen der Technologie-Blase 2000 bis 2002. In allen anderen Fällen folgten auf ein Verlustjahr immer Gewinnjahre. Nach den letzten drei Verlustjahren (2011, 2008 und 2002) lag der Gewinn im Folgejahr dabei im Durchschnitt bei stolzen 30%.
Kein Wunder, schließlich weist die Börse langfristig einen Aufwärtstrend von durchschnittlich rund 9% pro Jahr auf. Fällt dieser Gewinn einmal aus und kommt es - wie in diesem Jahr im DAX mit bisher -18% - stattdessen sogar zu einem Verlust, muss dieser Verlust zusätzlich zu dem ausgefallenen Gewinn des Vorjahres in den Folgejahren aufgeholt werden. Nur so ergibt sich der langfristige Schnitt. Dazu aber bedarf es nach Verlustjahren stark überdurchschnittlicher Kursanstiege.
Einen kleinen Vorgeschmack auf das nach Verlusten schlummernde Aufholpotenzial hat die US-Börse denn auch gleich am zweiten Weihnachtstag gegeben: Mit einem Anstieg von rund 5% erzielte der Dow Jones das stärkste Tagesplus seit März 2009 – und lieferte Börsianern somit doch noch eine halbwegs versöhnliche Bescherung.




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